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Häufige Fragen

Alles über Ihren Weg mit Celsio, von der ersten Schätzung bis zum laufenden Betrieb.

Wir haben bereits einen Elektrokessel. Lohnt sich Celsio trotzdem?

Ja, und oft besonders. Bestehende Elektrokessel laufen meist nach festem Fahrplan oder nur als Reserve. Die Anlage steht also da, ohne Erlöse zu erwirtschaften. Genau dort liegt der Hebel.

Wir binden Ihren vorhandenen Kessel in unsere Steuerung ein, beschaffen den Strom über Day-Ahead, Intraday und Regelleistung und fahren ihn dann, wenn er günstiger ist als Gas. Ohne neue Hardware ist das der schnellste Weg zu einem messbaren Ergebnis.

Von dort aus lässt sich das System modular erweitern: eine zusätzliche Kesselstufe, ein thermischer Speicher, ein größerer Netzanschluss. Jede Stufe erschließt einen weiteren Teil Ihrer Wärmelast, und jede rechnet sich für sich. Sie müssen also nicht auf einmal elektrifizieren, sondern können dem Business Case folgen.

Welche Temperaturen deckt Celsio ab?

Der wirtschaftliche Kernbereich liegt zwischen 100 und 500 °C, also dort, wo Dampf-, Heißwasser- und Thermalölnetze arbeiten. Das deckt den Großteil der industriellen Prozesswärme ab.

Liegt nutzbare Abwärme vor, ergänzen wir bis rund 200 °C eine Hochtemperatur-Wärmepumpe, die aus einer Kilowattstunde Strom zwei bis vier Kilowattstunden Wärme macht. Oberhalb von 500 °C prüfen wir den Einzelfall. Sprechen Sie uns an.

Werden thermische oder elektrische Speicher berücksichtigt?

Ja, als Option. Ein thermischer Speicher entkoppelt Erzeugung und Verbrauch: Wärme wird in günstigen Preisfenstern erzeugt und später abgerufen. Das erhöht den Elektrifizierungsanteil deutlich und eröffnet den Zugang zur Regelleistung.

An Standorten mit eigener Stromerzeugung kommt ein Batteriespeicher hinzu. Ob sich ein Speicher rechnet, hängt an Lastprofil und Preisspreads. Das quantifizieren wir im Machbarkeitsprojekt, statt es pauschal zu behaupten.

Wer ist dann unser Stromlieferant?

Für den elektrischen Kessel: Celsio. Wir übernehmen Beschaffung, Bilanzkreis und Marktzugang für genau diesen Verbrauch. Das ist Teil des Geschäftsmodells, denn nur so lassen sich die Erlöse aus der Flexibilität heben.

Ihr bestehender Liefervertrag für den übrigen Standortverbrauch bleibt davon unberührt. Sie müssen also nichts kündigen und nichts umstellen.

An welchen Märkten handeln Sie?

An allen kurzfristigen Strommärkten: Day-Ahead für die Grundoptimierung auf Basis der erwarteten Preise am Vortag, Intraday für kurzfristige Preisänderungen durch Wetter- und Prognoseabweichungen, und Regelleistung, vor allem Sekundärregelleistung (SRL), für die Vergütung schneller Flexibilität.

Unsere Cross-Market-Optimierung entscheidet zu jedem Zeitpunkt, welche Kombination den höchsten Deckungsbeitrag bringt.

Welche Standorte decken Sie ab?

Schwerpunkt ist Deutschland, da unsere Handelsstrategie auf der deutschen Strommarktzone und den hiesigen Regelleistungsmärkten aufsetzt.

Standorte in Österreich und den Niederlanden prüfen wir auf Anfrage. Bei Mehrstandort-Unternehmen beginnen wir üblicherweise mit dem Standort mit dem höchsten Dampfbedarf und rollen von dort aus.

Welche Unterlagen brauchen Sie für eine erste Einschätzung?

Zwei Angaben brauchen wir wirklich, weil die Rechnung ohne sie keine Grundlage hat:

  • Ihren Standort beziehungsweise den lokalen Strom- und Gasnetzbetreiber
  • Ihre Wärmelastkurve, gas- oder dampfseitig, über das letzte volle Kalenderjahr

Deutlich genauer wird das Ergebnis mit:

  • dem Stromlastprofil über denselben Zeitraum
  • der aktuellen Netzanschlusskapazität und der voraussichtlich erweiterbaren
  • den Rahmendaten der bestehenden Dampfversorgung: Anlagentyp, minimale und maximale Leistung, Druck, Effizienz

Darüber hinaus helfen, sind aber keine Voraussetzung: Gas-Kosten, CO2-Kosten (ETS-I oder BEHG), Stromumlagen-Reduktionen (KWKG, Offshore-Netzumlage, § 28 ff. EnFG), reduzierte Netzentgelte (Atypik § 19 StromNEV oder Bandlast), weitere Förderungen wie Industriestrompreis oder Strompreiskompensation, und freie Trafoleistung (400 V/690 V) für den Elektrokessel.

Was fehlt, ergänzen wir mit begründeten Annahmen. Die zusätzlichen Daten erhöhen die Genauigkeit, sie halten die erste Einschätzung aber nicht auf: Eine erste Größenordnung können Sie sich in wenigen Minuten selbst berechnen lassen.

Reicht unser Netzanschluss für einen Elektrokessel aus?

Das prüfen wir im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsanalyse mit. Dimensionierung und Netzanschluss hängen unmittelbar zusammen: Die optimale Kesselleistung ergibt sich aus Lastprofil, Preisspreads und der verfügbaren Anschlusskapazität.

Häufig trägt der bestehende Anschluss bereits eine sinnvolle erste Stufe. Ist eine Erweiterung nötig, begleiten wir den Prozess gern.

Wir haben eine eigene Solaranlage. Wird die berücksichtigt?

Ja, eigene Erzeugung beziehen wir in die Optimierung mit ein. In Stunden mit hoher Solarerzeugung kann der Kessel den Strom dann auch aus der eigenen Anlage beziehen, statt ihn einzuspeisen.

Unsere Steuerung entscheidet zu jedem Zeitpunkt zwischen Eigenstrom, Börsenbezug und Gas. Die konkreten Effekte quantifizieren wir anhand Ihrer Erzeugungs- und Lastdaten im Machbarkeitsprojekt.

Was passiert, wenn die Strompreise steigen?

Entscheidend ist nicht das absolute Strompreisniveau, sondern der Abstand zum Gaspreis. Unsere Optimierung fährt den Elektrokessel nur dann, wenn die Wärme darüber günstiger ist als aus dem Gaskessel, inklusive Netzentgelten, Abgaben und CO2-Kosten. Steigen die Strompreise, verschiebt sich der Betrieb automatisch zurück auf Gas. Der Standort verliert also Einsparpotenzial, fährt aber nie teurer als im reinen Gas-Fall.

Hinzu kommt: Wir verdienen an der Volatilität, nicht an billigem Strom. Je stärker die Preise schwanken, desto wertvoller sind die Flexibilität des Kessels und die Erlöse aus Day-Ahead, Intraday und Regelleistung. Ein steigendes Preisniveau bei gleichzeitig hoher Volatilität ist für das Modell kein Ausschlusskriterium.

In der Wirtschaftlichkeitsanalyse rechnen wir deshalb nicht nur mit dem heutigen Preis, sondern simulieren Ihren Lastgang auch gegen verschiedene Strom- und Gaspreisszenarien. So sehen Sie vorab, wie sich das Ergebnis in unterschiedlichen Marktlagen entwickelt.

Werden standortspezifische Faktoren wie Netzentgelte berücksichtigt?

Ja, und sie sind oft der Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Ergebnis.

Wir rechnen deshalb immer mit Ihren konkreten Standortdaten: Netzentgelte Ihres Netzbetreibers, Stromsteuer, Umlagen sowie die Vergünstigungen, die Sie bereits nutzen oder nutzen könnten.

Hinzu kommen die technischen Randbedingungen vor Ort: Anschlussleistung, Netzebene, Platzverhältnisse, Dampfparameter und Ihr Lastgang. Deshalb liefern wir keine Standardrechnung, sondern eine standortscharfe Simulation Ihres Betriebs.

Welche Kessel stellt Celsio her?

Keine. Wir sind kein Kesselhersteller, sondern arbeiten mit etablierten Herstellern und Anlagenbauern zusammen, die die Anlage liefern und errichten. Von uns kommen die Optimierung, die Strombeschaffung und die Steuerung.

Technisch sind darüber alle Druckstufen bis rund 30 bar und Dimensionierungen bis 70 MW möglich. Welche Auslegung an Ihrem Standort die richtige ist, ergibt sich aus Lastprofil, Preisspreads und Anschlusskapazität.

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Oder direkt per E-Mail: info@celsiotech.de