
In energieintensiven Branchen wie Chemie, Papier und Lebensmittel wird ein Großteil des Energiebedarfs für industrielle Prozesswärme eingesetzt. Diese wird meist in der Form von Dampf bereitgestellt und ist zentral für Produktionsprozesse wie Trocknung, Destillation oder Verdampfung.
Die industrielle Wärmeerzeugung basiert überwiegend auf Erdgas, typischerweise über Gaskessel. In größeren Anlagen kommen zusätzlich Dampf- oder Gasturbinen, häufig in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), zum Einsatz. Diese Systeme sind auf Effizienz und Versorgungssicherheit optimiert und liefern kontinuierlich Wärme.
Celsio erweitert das bestehende System gemeinsam mit etablierten Kesselherstellern und Anlagenbauern um einen elektrischen Heizer (Power-to-Heat). So entsteht ein hybrides Wärmesystem, das flexibel zwischen Strom und Gas wechseln kann – abhängig von aktuellen Energiepreisen.
Optional kann das hybride System um einen thermischen Speicher ergänzt werden, um den Flexibilität und Elektrifizierungsanteil weiter zu erhöhen. Gemeinsam mit spezialisierten Partnern integriert Celsio den Speicher in das Gesamtsystem.
Celsio übernimmt für die Power-to-Heat Anlage die vollständige Strombeschaffung, Marktteilnahme und operative Optimierung. Als aktiver Marktteilnehmer handeln wir Strom an Day-Ahead-, Intraday- und Regelleistungsmärkten und stimmen Handelsentscheidungen mit der physischen Wärmeerzeugung ab. So wird die Power-to-Heat Anlage nicht nur ein Verbraucher, sondern ein flexibles Energieasset, das systematisch Erlöse aus der Strommarktvolatilität und der Bereitstellung von Netzflexibilität generiert.
Durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien entstehen regelmäßig Phasen sehr niedriger Strompreise. In diesen Zeitfenstern wird Wärme elektrisch erzeugt, sobald Strom günstiger ist als Gas.


Im Intraday-Handel ändern sich Strompreise kurzfristig, etwa durch Wetter- oder Prognoseabweichungen. Diese Preisvolatilität eröffnet zusätzliche Erlöspotenziale. Celsio passt die Wärmeerzeugung dynamisch an und nutzt kurzfristige Preisspreads, um zusätzliche Handelsgewinne zu realisieren.
Flexible Wärmesysteme können durch die Teilnahme an Regelleistungsmärkten zur Netzstabilisierung beitragen und werden dafür vergütet. In der Sekundärregelleistung (SRL) ist eine Reaktion innerhalb von 30 Sekunden sowie die vollständige Leistungsbereitstellung nach fünf Minuten gefordert. Celsio optimiert KI-basiert, wann sich die Vermarktung in der SRL wirtschaftlich lohnt.

Wir nutzen KI, um Vorhersagen über die Erlösmöglichkeiten an den einzelnen Märkten zu treffen. Unsere cross-market Optimierung findet dann die optimale Handelsstrategie. So maximieren wir Erlöse aus Strommarktvolatilität, erhöhen die Robustheit gegenüber Marktveränderungen und sichern stabile Einsparungen für unsere Kunden.
Celsio steuert die elektrische Wärmeerzeugung automatisch und passt die Leistung an die jeweilige Marktsituation an. Die Integration erfolgt über etablierte Schnittstellen und erfüllt alle technischen sowie regulatorischen Anforderungen – zuverlässig im laufenden Betrieb.
Celsio beschafft für den elektrischen Heizer den Strom über alle relevanten Märkte hinweg. Für unsere Kunden entsteht ein vollständig integriertes System – ohne zusätzliche operative Komplexität.
Optimierung auf Basis erwarteter Strompreise am Vortag.
Nutzung kurzfristiger Preisänderungen und Volatilität.
Vermarktung schneller Flexibilität zur Netzstabilisierung.